Abstrakte digitale Darstellung von KI in der Fotografie. Links ist der Umriss einer modernen Systemkamera platziert, von der aus helle, weitläufige türkise und grüne Linien nach rechts fließen. Diese Linien symbolisieren Datenströme und Algorithmen, die zu abstrakten Software-Elementen, Reglern und Bearbeitungseffekten führen. Der Hintergrund ist hell und modern, wodurch der Fokus auf den innovativen Bearbeitungsprozess der künstlichen Intelligenz liegt.

KI in der Fotografie – Zwischen Technik und Gefühl: Warum wir sie nutzen und was du wissen solltest

Wenn du in deinem Handy nach „Eis“ suchst und plötzlich alle Urlaubsfotos aus Italien auftauchen, läuft im Hintergrund bereits KI. Keine Science-Fiction, sondern Alltag.

Genau so nutzen wir KI in der Fotografie: unaufgeregt, hilfreich und immer mit dem Ziel, deine echten Momente noch besser sichtbar zu machen – ohne sie zu verändern.

Damit du dich sicher fühlst, erklären wir dir Schritt für Schritt, wie KI bei uns funktioniert, wo sie dir Vorteile bringt und wo wir ganz klar Grenzen setzen.


Was KI überhaupt ist und warum sie deinem Alltag ähnlicher ist, als du denkst

KI klingt oft riesig und kompliziert. In Wahrheit ist sie eher wie ein sehr guter Assistent, der Muster erkennt und Vorschläge macht.

Ein paar greifbare Alltagsbeispiele:

  • Dein Handy gruppiert Fotos nach Orten oder Personen.
  • Google Maps schlägt dir den Weg nach Hause vor, obwohl du nichts eingegeben hast.
  • Spotify empfiehlt dir Songs, die erstaunlich gut passen.

Überall steckt KI drin. Sie entscheidet aber nichts allein. Sie erkennt nur Muster und macht Vorschläge.

Genau so setzen wir KI ein.


Wie KI in unserer Bildbearbeitung funktioniert – lokal, sicher und kontrolliert

Lokale KI: Alles bleibt auf unserem Rechner

Programme wie Radiant PhotoExcire Foto oder viele Teile von Lightroom arbeiten lokal. Das heißt:

  • Die KI läuft direkt auf unserem Computer.
  • Die Fotos bleiben bei uns.
  • Es werden keine Daten ins Internet geschickt.
  • Kein Cloud-Upload, keine Server im Hintergrund.

Das ist für viele Eltern wichtig – und völlig verständlich.

Was passiert bei lokaler KI eigentlich?

Ganz simpel erklärt:

Stell dir vor, du hast 400 Fotos von eurem Familienshooting.
Lokale KI schaut sie einmal durch und erkennt: Wo sind die Augen offen? Wo ist jemand unscharf? Wo ist ein Lächeln?

Die KI beschreibt nicht, wer ihr seid – nur, was auf dem Bild passiert.
Das ist wie ein sehr schnelles Sortieren, aber ohne Personenprofile.


Und wie ist das mit generativer KI? (Das, was überall in den Medien ist)

Generative KI ist die Sorte, die komplett neue Inhalte erzeugen kann.
Ein Extrembeispiel:

Aus einer einfachen Wiese wird plötzlich ein Sonnenuntergang am Meer mit fliegenden Kühen – obwohl das nie da war.

Das ist cool für Werbung, Fantasy-Bilder oder Kunstprojekte.

Für echte Familienfotos ist das absolut nicht unser Stil.

Was wir an KI in der Fotografie nutzen – und was nicht

Wir nutzen generative KI einzig für Mini-Korrekturen:

  • Steckdose entfernen
  • Fussel am Shirt weg
  • Krümel im Gesicht
  • Reflexion am Rand
  • Ablenkende Elemente im Hintergrund

Was dabei technisch passiert:

  1. Wir markieren den störenden Bereich.
  2. Die KI schätzt, wie der Bereich ohne das störende Element aussehen sollte.
  3. Sie ersetzt nur diesen winzigen Ausschnitt.

Das ist wie ein digitaler Besen – nicht mehr.

Wir erstellen keine neuen Körper, keine neuen Augen, keine neue Umgebung.
Dein Gesicht bleibt dein Gesicht.

KI-gestützte Fotobearbeitung: Wo sie wirklich hilft

Dieser Teil fließt perfekt in den Artikel ein, denn er zeigt klar, dass KI vor allem praktische Aufgaben übernimmt – nicht das Menschliche.

Bildauswahl (Culling)

Nach einem Shooting entstehen schnell 300 bis 500 Bilder.
Excire hilft uns zu sehen, wo die Augen offen sind, wo gelacht wird, wo es scharf ist. Das spart enorm Zeit und du bekommst deine Galerie viel schneller.

Retusche

Radiant Photo erkennt Probleme wie Unterbelichtung, Farbstiche oder zu matte Töne.
Das wird automatisch korrigiert – aber wir entscheiden, ob und wie stark.

Masken & Auswahl

Haare freistellen in Photoshop ist mühsam.
Moderne KI erkennt automatisch Personen, Hintergründe oder Kleidung, wodurch Freistellungen und Anpassungen viel sauberer werden.

Voreinstellungen

Die KI erkennt die Lichtsituation: drinnen, draußen, Gegenlicht, Abendlicht.
Sie schlägt passende Anpassungen vor, die wir dann manuell feinjustieren.

Ordnung & Wiederfinden

Automatische Verschlagwortung sorgt dafür, dass wir später ganz einfach Bilder wie:

  • „Mama + Kind + lachen“
  • „Picknick“
  • „Oma + Umarmung“
  • „Grimassen“

finden – ohne jedes Bild einzeln durchzugehen.


Unsere Sony Alpha 6700 nutzt ebenfalls KI in der Fotografie – aber ganz anders

Viele moderne Kameras haben KI-Funktionen direkt eingebaut.
Das klingt dramatischer, als es ist.

Die Sony Alpha 6700 nutzt KI hauptsächlich für:

  • superpräzisen Augen-Autofokus
  • bessere Motiverkennung (Baby, Tier, Vogel, Fahrzeug)
  • Bildstabilisierung
  • Nachführung von sich bewegenden Personen

Was bedeutet das in der Praxis?

Dein Baby sitzt nicht still. Deine Katze sowieso nicht.
Die Kamera erkennt das und hält trotzdem das Gesicht scharf.

Die KI speichert keine Daten über Personen.
Sie erkennt nur Formen wie „Auge“, „Nase“, „Körper in Bewegung“.
Es entsteht keinerlei Profil von dir oder deiner Familie.


Die Adobe Cloud – wie sicher ist das eigentlich?

Wir nutzen Lightroom ClassicLightroom CC und die Adobe Cloud, um unsere Fotos zwischen unseren Geräten zu synchronisieren. Das bedeutet für dich:

  • Die Übertragung zwischen den Geräten ist verschlüsselt.
  • Die Daten liegen nicht frei im Internet herum.
  • Es werden keine Fotos öffentlich geteilt.
  • Es ist ein geschützter Bereich – ähnlich wie ein „digitaler Tresor“.

Wichtig:
Wir können nicht garantieren, dass jede Aussage über Sicherheit und Verarbeitung zu 100 % zutreffend ist, da sich Technologien weiterentwickeln. Wir orientieren uns aber an offiziellen Adobe-Angaben.

Was Adobe nicht macht:
Deine Fotos zur KI-Weiterentwicklung verwenden.
Lightroom braucht deine Bilder nicht, um KI zu trainieren.

Was bedeutet es überhaupt, wenn KI trainiert wird?

Ganz einfach erklärt:

Wenn KI trainiert wird, bekommt sie Millionen Beispielbilder.
Sie lernt daraus Muster wie:

„So sieht Haut aus“,
„So sieht ein Baum aus“,
„So sieht ein Lächeln aus“.

Dabei werden keine persönlichen Fotos einzelner Nutzer verwendet – nicht von Lightroom, nicht von Radiant Photo, nicht von Excire.


Warum wir KI in der Fotografie bewusst und verantwortungsvoll einsetzen

Wo KI dir hilft

  • Du bekommst Bilder schneller.
  • Die Qualität ist konstanter.
  • Retuschen sind sauberer und natürlicher.
  • Sortierung und Auswahl sind viel effizienter.

Wo wir Grenzen setzen

  • Kein Verschlanken von Körpern.
  • Keine künstlichen Babyaugen.
  • Keine neuen Haare, keine neuen Kulissen.
  • Keine generierten Menschen.

Dein echtes Lachen ist schöner als alles, was eine KI jemals erzeugen könnte.


FAQ – Die häufigsten Fragen von Eltern zur KI

Werden unsere Fotos automatisch ins Internet geladen?
Nein. Standardmäßig bleibt alles lokal. Cloud-Nutzung erfolgt nur bewusst – und sie ist verschlüsselt.

Kann KI mein Kind verändern?
Ja, theoretisch. Aber wir nutzen diese Funktionen nicht.

Warum verwendet ihr KI überhaupt?
Weil sie uns hilft, schneller und sauberer zu arbeiten – ohne euch wochenlang warten zu lassen.

Wird die KI mit unseren Fotos trainiert?
Nein.


Fazit: KI ist ein Werkzeug – das Gefühl bleibt handgemacht

KI hilft uns, Zeit zu sparen und Qualität zu sichern.
Die Entscheidungen treffen wir aber immer selbst – mit Erfahrung, Gefühl und einem Blick für echte Momente.

Du kannst dich entspannen:
Deine Fotos bleiben echt, natürlich und unverfälscht.
Und wenn irgendwo eine Steckdose ist, die nicht ins Bild passt – dann verschwindet sie ganz leise im Hintergrund.

Wenn du Lust auf ehrliche Bilder mit einem kleinen technischen Turbo hast, meld dich gern. Wir freuen uns schon auf euch und eure Momente.

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