Mutter im Unterarmstütz mit erhobenem Bein, ihr Baby sitzt direkt davor auf der Matte und schaut zu ihr hoch

Hinter der Linse: Wie ich Kimberly und ihre Mom2Be-Mamas fotografiert habe

Es gibt Shootings, bei denen ich von der ersten Minute weiß: das wird gut.

Das hier war so eines.

Kimberly Müller, besser bekannt als Mom2Be, bietet in Gelnhausen Fitness-Kurse für Schwangere und frische Mamas an. Ich kenne Kim schon eine Weile, und als sie fragte, ob wir ihr einen Tag im Kurs begleiten würden, habe ich nicht lang überlegt. Ein Raum voller Mamas, Babys, Medizinbälle, echte Bewegung, echte Stimmung. Genau das, was ich mit der Kamera festhalten will.

Was ich nicht erwartet hatte: wie viel in diesen zwei Stunden steckt. Von der Vorbereitung über die Blitz-Technik bis hin zur finalen Planung des Kurses und zum Ablauf gab es viel zu bedenken.

Wer ist Kimberly Müller und was ist Mom2Be?

Kim ist Sportwissenschaftlerin und ausgebildete Prä- und Postpartaltrainerin sowie Personal Trainerin. Als Mutter von zwei Kindern weiß sie aus eigener Erfahrung, was es bedeutet, durch eine Schwangerschaft sportlich aktiv zu bleiben – und was passiert, wenn man das nicht tut.

Alle ihre Kurse sind durch die zentrale Prüfstelle Prävention zertifiziert und werden von den Krankenkassen bis zu 100% bezuschusst. Das ist nicht selbstverständlich und zeigt, wie ernsthaft Kim ihren Ansatz verfolgt.

Die Kurse finden in der Tanzschule Bayerle in der Cassebeerstraße 1 in Gelnhausen statt.

Wer mehr über Kim und ihr Angebot erfahren möchte, findet alle Informationen unter mom2be.de und auf Instagram unter @mom2be.kimberlymueller.

Kimberly Müller sitzt auf einer Sportmatte und hält zwei Faszienrollen, umgeben von Kursteilnehmerinnen im Hintergrund

Was ich in diesem Raum gesehen habe

Ich war mit der Sony A6700 unterwegs. Keine gestellten Szenen, keine Unterbrechungen. Ich habe mich so weit wie möglich unsichtbar gemacht und einfach zugeschaut. Die größte Herausforderung für mich war jedoch, in einem Raum mit einem riesigen Spiegel sich nicht selbst zu fotografieren.

Was passiert in so einem Kurs? Kurz gesagt: Mamas trainieren. Manche haben ihre Babys dabei, die auf Decken liegen oder auf Spielzeug einschlagen, während die Mütter Ausfallschritte machen und Medizinbälle schwingen. Manche kommen wenige Wochen nach der Geburt. Manche sind noch schwanger. Und Kim zieht das alles mit einer Leichtigkeit durch, bei der ich fast vergesse, dass hier ernsthafter Sport gemacht wird.

Das stärkste Bild des Tages: eine Mama im Unterarmstütz mit erhobenem Bein, ihr Baby sitzt direkt vor ihr auf der Matte und schaut nach oben. Niemand hat das geplant. Das Baby hatte einfach beschlossen, genau da zu sitzen.

Mutter im Unterarmstütz mit erhobenem Bein, ihr Baby sitzt direkt davor auf der Matte und schaut zu ihr hoch
Geteilte Stärke – Mama trainiert, Baby schaut zu

Warum Bildstil und Kundenauftritt zusammenpassen müssen

Wenn ich für jemanden fotografiere, geht es nicht darum, was mir gefällt. Es geht darum, was zu dieser Person, zu ihrem Auftritt und zu ihrer Zielgruppe passt.

Kim ist auf Instagram aktiv und braucht Bilder, die dort funktionieren. Das bedeutet: hell, klar, modern. Ein dunkler, kontrastbetonter Stil würde ihre Energie nicht rüberbringen.

Deshalb habe ich zwei Bearbeitungsstile vorbereitet, damit Kim sieht, wie dieselbe Aufnahme je nach Look wirkt.

Stilvergleich 1: Natural vs. Bright

Natural bedeutet: die Farben bleiben so, wie das Auge sie wahrnimmt. Hautton, Umgebung, Licht – alles naturnah. Ideal für die Website, für Drucksachen, für einen professionellen Auftritt, der nicht zu sehr nach „Instagram-Preset“ aussieht.

Bright bedeutet: heller, luftiger, der Kontrast wird leicht angehoben, die Schatten aufgehellt. Das ist der Look, der auf Social Media besser perft, weil er auf kleinen Screens sofort Aufmerksamkeit erzeugt.

Weder besser noch schlechter, sondern: was passt zu welchem Kanal und zu welcher Botschaft?

Was Objektretusche mit einem Bild macht

Manchmal stört etwas im Hintergrund, das man beim Fotografieren gar nicht bewusst wahrgenommen hat. In der Tanzschule hingen technische Installationen in der Decke, Schienen, Spots, Kabel. Im Moment des Shootings war der Fokus auf den Mamas. Auf dem Foto fallen diese Elemente dann doch auf.

Genau dafür gibt es Objektretusche.

Vorher lenkt die Decke den Blick. Nachher liegt er genau dort, wo er hingehört: auf Kim, auf den Mamas, auf dem Moment.

Das ist kein Eingriff, der das Bild verfälscht. Es ist ein Eingriff, der das Wesentliche sichtbar macht.

Dreifacher Stilvergleich: RAW, Natural, Bright

Zum Abschluss noch ein Blick, der vielleicht neugierig macht wie Bildbearbeitung wirklich funktioniert. Hier ist dieselbe Aufnahme in drei Zuständen.

Das RAW-Bild direkt aus der Kamera ist flach, unfertig, technisch korrekt aber ohne Charakter. Das ist Absicht: Kameras erzeugen bewusst neutrale RAW-Dateien, damit der Fotograf in der Nachbearbeitung volle Kontrolle hat.

Natural ist der erste fertige Zustand: alles kalibriert, Weißabgleich gesetzt, Kontraste ausgeglichen.

Bright geht einen Schritt weiter: Lichter und Tiefen werden so bearbeitet, dass das Bild auf einem Smartphone-Screen in einer Social-Media-Timeline sofort strahlt.

Kein Stil ist der „richtige“. Der richtige Stil ist der, der zum Kunden passt.

Du bist schwanger und fragst dich, ob Sport jetzt noch sinnvoll ist?

Kimberys Kurse bei Mom2Be beginnen ab Schwangerschaftswoche 12 und sind explizit für alle Fitnesslevel offen. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten zu 80–100%. Mehr Infos und Kursanmeldung unter mom2be.de.

Das ist KEINE bezahlte Werbung sondern Überzeugung! Daria hat die Kurse selbst belegt und war begeistert.

Häufige Fragen aus Fotografen-Sicht

Wie fotografiert man Bewegung in Innenräumen bei künstlichem Licht?
Fitness-Kurse finden meist in Sporträumen mit Deckenfluter statt. Das Licht ist gleichmäßig, aber oft kalt und kontrastarm. Ich habe mit ISO 1600, Blende 2.0 und einer Verschlusszeit von mindestens 1/800 Sekunde gearbeitet, um die Bewegungen einzufrieren. Wer mit niedrigerer Verschlusszeit arbeitet, bekommt Verwacklung, gerade bei schnellen Bewegungen wie Ausfallschritten oder Ballübungen.

Wie verhindert man, dass sich die Teilnehmerinnen beobachtet fühlen?
Indem man es wirklich nicht tut. Ich habe mich in eine Ecke gestellt und mich so lange nicht bewegt, bis der Kurs seinen Rhythmus gefunden hatte. Nach etwa zehn Minuten war ich für alle nur noch Teil des Raumes. Die besten Bilder entstehen, wenn niemand mehr weiß, dass jemand fotografiert.

Wann lohnt sich Objektretusche und wann ist sie übertrieben?
Retusche lohnt sich, wenn ein störendes Element den Blick dauerhaft vom Motiv wegzieht. Bei kommerziellen Fotos für Websites und Social Media ist das fast immer der Fall: Kabel, Schilder, unerwünschte Gegenstände im Hintergrund. Was nicht lohnt: jede kleine Abweichung glätten. Authentizität ist kein Fehler.

Welcher Bildstil passt zu einem Fitness- und Mama-Angebot auf Social Media?
Helle, luftige Stile wie Bright performen auf Instagram besser als dunkle, kontrastreiche Looks. Das liegt daran, dass helle Bilder auf kleinen Screens sofort Aufmerksamkeit erzeugen und positiv und einladend wirken. Für Websites und Printmaterial empfehle ich einen etwas natürlicheren Stil, der professioneller und zeitloser wirkt.

Brauchen Kursanbieter wie Mom2Be überhaupt professionelle Fotos?
Ja, weil Handyfotos aus dem Kurs zwar authentisch sind, aber selten zeigen, wie energiegeladen und kompetent ein Kurs wirklich ist. Professionelle Fotos vermitteln Seriosität, machen Kimberlys Arbeit sichtbar und helfen potenziellen Teilnehmerinnen, sich vorzustellen, wie es sich anfühlt, dabei zu sein.

Herzberger Fotografie begleitet Menschen und Projekte im Main-Kinzig-Kreis mit echten Bildern, die etwas erzählen. Wenn ihr Fragen habt oder ein ähnliches Shooting plant, meldet euch gern bei uns.

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Hier findest du einen Überblick über unsere die Lieblingsprodukte unserer Familien. Alle Shootings im Überblick und auch unsere Saisonalen Mini-Shooting-Ideen.

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